Unser Agro Photovoltaik Konzept

Das Next2Sun Freiflächensystem fügt der Energiewende ein neues Stromerzeugungsprofil hinzu. Durch die konsequente, senkrechte Ost-West Ausrichtung können Lastspitzen in den Morgen und Abendstunden erreicht werden – antizyklisch zu den bestehenden Südanlagen. Dies ist zuträglich für die Netzstabilität und ermöglicht den Anschluss von Anlagen an bereits ausgelasteten Netzzweigen und höhere Erlöse an der Strombörse. Variable Reihenzwischenräume von mindestens 8 Meter ermöglichen weiterhin vielfältige landwirtschaftliche Nutzungskonzepte.

Der schonende Umgang mit der Ressource Boden führt zu einer hohen Akzeptanz. Durch die linearen Strukturen und den geringen Überbauungsgrad entstehen hochwertige Altgrasbereiche, in denen zusätzlich gezielt bestimmte Lebensraumstrukturen etabliert werden können. Die großen Reihenzwischenräume bieten neben der landwirtschaftlichen Nutzung auch Spielraum für Agrarumweltmaßnahmen oder Ausgleichsmaßnahmen.

Das Gestellsystem ist ein solides Stahlkonstrukt, welches aus jeweils zwei Pfosten und drei Riegel besteht, diese tragen zwei liegend übereinander angeordnete bifaciale Glas-Glas-Module. Die Gesamthöhe des Gestells ist flexibel modifizierbar und hat i.d.R. eine Höhe von rund 3 Meter über Grund. Das Gestelldesign wurde auf einfache und flexible Montage sowie eine lange Haltbarkeit hin entwickelt. Zusammen mit den eingesetzten Glas-Glas-Solarmodulen ergibt sich eine sehr hohe Lebensdauer des Gesamtsystems. Das System ist auf hohe, vor allem aus Windlasten resultierende statische Anforderungen ausgelegt. Projektspezifische Anpassungen erlauben den Einsatz an nahezu jedem Standort weltweit.

Höhere Erträge

Ziel der Next2Sun GmbH ist es, der Energiewende einen neuen Baustein im Bereich Stromproduktion aus solarer Strahlungsenergie hinzufügen. Technisch umgesetzt wird dies, indem die bifacialen (beidseitig aktiven) Solarmodule nicht geneigt, sondern senkrecht nach Osten bzw. Westen aufgeständert werden. Dadurch erfolgt die Stromproduktion vor allem am Vormittag bzw. am Abend. Je nach verwendetem Modultyp werden 5% bis 15% höhere spezifische Stromerträge pro kW erreicht. Somit sind Next2Sun-Anlagen in der Höhe der Erträge den klassischen, nach Süden ausgerichteten Photovoltaikanlagen um eine Länge voraus.

Netzdienliche Einspeiseprofile

Anlagen mit dem Next2Sun-Anlagenkonzept speisen den Strom dann ein, wenn konventionelle, südausgerichtete PV-Anlagen nur geringe Produktion aufweisen. Dadurch werden die Stromnetze, insbesondere in den unteren Spannungsebenen stark entlastet. Next2Sun-Anlagen können demnach auch dort einspeisen, wo die Netze durch Wind-und konventionelle PV-Anlagen annähernd ausgelastet sind. Das Einspeiseprofil der Next2Sun-Anlage kongruiert zur Tagesverlaufskurve des Strompreises an der Strombörse. Unser System profitiert somit auch direkt vom Marktgeschehen. Durch die typischerweise zur Mittagszeit niedrigen und in den Morgen-und Abendstunden hohen Strompreise, erzielen unsere Anlagen mit dem Next2Sun-Konzept höhere Durchschnittserlöse. Derzeit erhalten wir am Strommarkt 5% bis 10% höhere Markterlöse im Vergleich zu konventionellen PV-Anlagen. Zusammen mit den höheren Erträgen steigt der Erlös pro kW installierter Anlagenleistungsomitum bis zu 25%.

Land- und Viehwirtschaft​

Variable Reihenzwischenräume von mindestens 8 Meter ermöglichen vielfältige landwirtschaftliche Nutzungskonzepte. Zudem ist das Freilandsystem für die Beweidung mit Rindern, Schafen oder Hühnern geeignet. Der schonende Umgang mit der Ressource Boden führt zu hoher Akzeptanz. Das Next2Sun-Anlagenkonzept ergänzt die bisherigen Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Energie-und Landwirtschaft. Bis zu 90% der Solarparkfläche kann weiterhin durch die Landwirtschaft genutzt werden. Dabei ermöglichen die mindestens 8 Meter breiten Reihenzwischenräume die Nutzung herkömmlicher Landmaschinen, sodass eine effiziente Arbeitswirtschaft gewährleistetbleibt. So kann der „Flächenfraß“ maßgeblichminimiert werden. Verschiedene Arten der Grünlandnutzung bieten sich an:

  • Mähwiesen (Heu-oder Silagenutzung)
  • Weidewirtschaft (Rinder, Schafe o. ä.)
  • Biomasse und stoffliche Nutzung
  • Ackerflächen sind ebenfalls möglich

Je nach Nutzungsart werden die eingesetzten Maschinen (Beispiel: Schutz gegen Steinschlag), aber auch die PV-Anlage selbst (Beispiel: Schutz gegen Kabelbiss bei Weidewirtschaft) technisch angepasst, so dass die für den bewirtschaftenden Betrieb optimale Nutzungsart ermöglicht werden kann.

Natur- und Landschaftsschutz

Durch die linearen Strukturen und den geringen Überbauungsgrad entstehen hochwertige Altgrasbereiche, in denen zusätzlich gezielt bestimmte Lebensraumstrukturen etabliert werden können. Die großen Reihenzwischenräume bieten neben der landwirtschaftlichen Nutzung auch Spielraum für Agrarumweltmaßnahmen oder Ausgleichsmaßnahmen. Durch die senkrechte Aufstellung der Modulflächen wird die Wertigkeit der Bodenfläche kaum beeinträchtigt:

  • Unwesentlicher Überbauungsgrad: Unter 1% der Bodenfläche, keine Versiegelung, kein Fundament
  • Nahezu unveränderter Wasserhaushalt: Keine Veränderung der Niederschlagsverteilung
  • Nur geringfügige Veränderung in der Sonneneinstrahlung: Nur ca. 10% bis 15% der jährlichen Solarstrahlung werden durch die PV-Anlage entzogen

Daraus resultiert ein sehr geringer Einfluss auf die Vegetationsentwicklung. So können im Bereich der Modulreihen Lebensräume geschaffen und erhalten werden, die in unserer heutigen monotonen Agrarlandschaft selten geworden sind:

  • Altgras- und Blühstreifen, z. B. für Insekten und Falter
  • Totholzbereiche, z. B. für Vögel, Pilze und Käfer
  • Steinschüttungen, z. B. für Reptilien

Neben linearen können auch flächige Habitatstrukturen, wie z. B. Wildblumenwiesen auf der gesamten Parkfläche oder auf Teilflächen geschaffen werden. Das Anlagenkonzept ermöglicht es somit, auf die jeweiligen Projekt-und Standortanforderungen gezielt einzugehen.

Während die optische Fernwirkung vergleichbar mit konventionellen PV-Anlagen ist, zeigt sich das optische Erscheinungsbild im Nahbereich weniger technisch geprägt, da anders als bei konventionellen PV-Anlagen keine Modulrückseiten mit Anschlussdosen und Kabeln wahrgenommen werden. Insbesondere für die Vogelwelt stellt die geringe Überbauung einen sehr großen Vorteil dar – aus der Vogelperspektive betrachtet bleibt fast die komplette Bodenfläche direkt einsehbar. Außerdem sind Blendwirkungen außerhalb des Solarparks so gut wie ausgeschlossen, da durch die senkrechte Bauweise alle Reflexionen–rein physikalisch bedingt –nur in Richtung Boden gehen.